Unser Körper ist darauf eingerichtet,  uns so gut wie möglich vor Gefahren zu schützen. 

 

Wichtige Rollen spielen dabei

 

  • unsere Oberflächenbarrieren (Haut und Schleimhäute)
  • die komplexe Stressreaktion 
  • das Immunsystem mit seinen verschiedenen Anteilen 


Gefahr im Verzug - Die Stressreaktion 

Eine Stressreaktion ist eine normale Antwort des menschlichen Organismus auf verschiedene Belastungen und Reize. Sie soll Energiereserven freisetzen, um unserem Körper eine blitzschnelle Kampf- oder Flucht Reaktion zu ermöglichen.

 

In früheren Jahren der Menschheitsgeschichte war das auch sehr praktisch. Nur so konnten wir wilden Tieren und anderen Gefahren entrinnen und das Überleben der ganzen Spezies Mensch ermöglichen. 

 

Der biologische Ablauf in unserem Körper hat sich seit der Steinzeit nicht wirklich verändert:

Über zwei unterschiedlich schnell arbeitende Wege, das sympathische Nervensystem und den Hypothalamus, werden Hormone (Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol) ausgeschüttet, wodurch


  • Atmung und Blutdruck gesteigert werden, so dass Blutzirkulation und damit Sauerstofftransport in Muskeln,      Herz und Gehirn verstärkt werden
  • Leber und Fettgewebe daran arbeiten Energie für diese Organe zu mobilisieren
  • alle Sinne schärfer arbeiten, das Denk- und Erinnerungsvermögen kurzfristig zunimmt
  • Das Immunsystem die unspezifische Abwehr verstärkt und sich auf mögliche Eindringlinge (Bakterien, Viren, etc.) und Wunden oder andere körperliche Schäden vorbereitet 
  • Das Blut schneller gerinnt, um möglichen Blutverlust zu minimieren
  • Alles was nicht dem akuten Überleben dient heruntergefahren wird: Magenaktivität, Nierenfunktion, Sexualfunktionen und auch Schmerzempfinden

 

Gefahr gebannt 

Sobald die Gefahr vorüber, die Flucht vor dem Löwen geglückt ist, sinkt der Blutdruck wieder, die Atmung wird langsamer, die Muskulatur kann sich entspannen, die Organe nehmen ihre Arbeit wieder auf und der Stress-Hormonspiegel sinkt. 

Einer kurzzeitigen, als Gefahr eingestuften Situation folgte also eine zügige Normalisierung aller Funktionen im Körper. Diese Entspannung ist wichtig, dient sie doch auch der Sicherung der Energieressourcen.

Der Anteil des Nervensystems, mit dem wir zur Ruhe kommen, schlafen, verdauen, reflektieren und mit Anderen in freundlichen Kontakt kommen, ist nun aktiv – der Parasympatikus. 

 

Gefühle und Lernen spielen auch eine wichtige Rolle. 

Im Idealfall können sich durch die Bewältigung von Herausforderungen der Umgang und die Bewertung von bisher stressigen Situationen verändern und zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen. Vielleicht sind wir nicht mehr ganz so aufgeregt vor der nächsten Prüfung. 

 

die Tiger der Neuzeit

Ging es früher um Gefahren für Leib und Leben, gibt es heute in vielen Gesellschaften im täglichen Leben eine Vielzahl von verschiedenen Auslösern. 

 

Sei es Lärm, Verkehrsstau, schlechtes Betriebsklima, Leistungs- und Termindruck, Schulden, Sorgen, Schichtarbeit oder der verpasste Bus

 

Sei es die Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen, die tägliche Nachrichtenflut, der Streit mit dem Nachbarn oder Einsamkeit

 

Sei es das Gefühl von Über- oder Unterforderung, Angst um Arbeitsplatz, Familie und deren Gesundheit oder der eigene Perfektionismus

 

Stressreaktionen sind tief in unserem Unterbewusstsein verankerte stereotype Aktivierungsmuster: 

Wird die jeweilige Situation als bedrohlich oder nicht zu bewältigen eingestuft, findet immer die gleiche stereotype Stressantwort im Körper statt - selbst wenn man sich die stressige Situation nur vorstellt. 

 

... und wenn überall Tiger sind...

Wenn Häufigkeit und Intensität zunehmen und auch kleine Regenerationsphasen immer kürzer werden oder ausbleiben, wird das, was als kurzfristige Strategie gedacht war zur chronischen Dauersituation. 

Der Organismus versucht weiterhin die Energiebereitstellung für die «Gefahrensituation» aufrecht zu erhalten, schaltet vieles herunter und anderes wird überfordert:   


·      dauernd erhöhter Blutdruck  

·      gestörte Schlafregulierung 

·      verminderte Aktivität von Verdauung und Fortpflanzungsorganen  

·      Lern-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse werden verlangsamt, das Langzeitlernen eingeschränkt

·      Feinmotorik nimmt ab

·      deutlich verminderte Aktivität des gesamten Immunsystems 

·      verlangsamte Wundheilung 

·      Nebennieren überarbeiten durch ständige Hormonproduktion 

·      allgemeine Leistungsfähigkeit nimmt ab 

 

Dies kann zu ernstlichen gesundheitlichen Schäden führen bis hin zum «burnout»

 

Auf lange Sicht gesünder ist sicher ein regelmässiger Wechsel von aktiven und eher ruhigen Phasen

Ein warmes Bad, ein Spaziergang in der Natur, «digital Detox» oder bekannte Entspannungspraktiken wie Tai Chi, Yoga oder Meditation.

 

Auch bestimmte Akupunkturpunkte, Lymphdrainage und BodyTalk sind wunderbare Methoden zur Entspannung und Stress-Reduzierung. 

 

Mit der wohltuenden Lymphdrainage wird sanft der Lymphfluss angeregt, das Nervensystem beruhigt und die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt.

 

Mit BodyTalk können auch tieferliegende Ursachen und Faktoren, welche zur Stressauslösung beitragen, angesprochen und gelöst werden. Zur Entspannung auf allen Ebenen: Körper, Geist und Seele. 

 

Heilung findet nur im parasympathischen Zustand statt.

Unterstützen Sie diesen durch regelmässige Pausen und Entspannung.

 


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